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Profi-Wissen: Dateisysteme

Sektor, Cluster, Spur, Zylinder

Alles ist Datei: Das Betriebssystem, die Programme und natürlich unsere Daten – alles wird in Dateien gespeichert. Grund genug, etwas über Dateisysteme zu wissen.

Ein Dateisystem ist Bestandteil des Betriebssystems. Es wird dafür verwendet, die Daten auf einem Speichermedium zu verwalten. Dazu gehört die logische Dateiverwaltungsstruktur, die Verzeichnisstruktur und die Vorgabe, wie Dateinamen zu vergeben sind. Unter DOS etwa mussten die Dateinamen dem 8.3-Schema entsprechen. Bei NTFS sind theoretisch Dateipfade mit bis zu 32.767 Zeichen erlaubt. Windows limitiert jedoch die Länge des Datei­pfads inklusive Dateinamen auf 255 Zeichen.

Der Zugriff auf die Dateien und Programme des PCs ist ebenfalls durch das Dateisystem vorgegeben. So lassen sich bei NTFS Zugriffsrechte definieren oder Dateien und Ordner komprimieren und verschlüsseln. 

Unter Windows werden hauptsächlich zwei Dateisysteme verwandt: FAT und NTFS. Auf das FAT-Dateisystem lässt sich mit beliebigen Betriebssystemen – auch Linux – zugreifen. Der Schreibzugriff von Linux auf das NTFS-Dateisystem hingegen gilt immer noch als experimentell.

Sektor, Cluster, Spur, Zylinder

Dateien werden in Clustern gespeichert, die aus je acht Sektoren bestehen. Auf jeder Scheibe der Festplatte sind die Cluster kreisförmig in Spuren angeordnet. Übereinander liegende Spuren bilden einen Zylinder.

exFAT

exFAT wurde speziell für USB-Sticks entwi­ckelt. Ein Vorteil: Dateien dürfen größer als 4 GByte sein. Den Treiber für XP gibt’s unter http://support.microsoft.com/kb/955704.

Partitionsgrenzen

Die Tabelle zeigt, wie groß eine Partition des jeweiligen Dateisystems höchstens sein darf. Ein Exabyte (EByte) sind 1.000.000 Terabyte (TByte), ein Zettabyte (ZByte) wiederum sind 1000 Exabyte.

Löschen

Wenn Sie die Datei „Finanzen.xls“ löschen, dann ersetzt Windows nur den ersten Buchstaben des Dateinamens durch das Zeichen "σ". Das weist den Cluster 3 als „freien Platz“ aus. Die Datei wird aber erst wirklich gelöscht, wenn neue Daten den Cluster 3 überschreiben. Deshalb können Tools einen Löschvorgang oft rückgängig machen.

Fragmentierung

Jeder Löschvorgang erzeugt Lücken im Dateisystem. Neue Dateien speichert Windows zuerst in den Lücken. Ist eine Lücke nicht groß genug, kommen die restlichen Stücke woanders hin. Beim Aufruf der Datei müssen die Leseköpfe der Festplatte die Teile zusammensuchen. Das kostet Zeit. Ein guter Defragmentierer ist Jk Defrag GUI(kostenlos, http://jkdefrag.8qm.de).

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, 01.02.2010 - Rubrik(en): Netzwerk
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